Ansichten

MartinDamit diese Webseite nicht nur ein schönes Bilder- und Hörbuch bleibt, möchte ich unter dieser Rubrik hin und wieder einige Gedanken zu aktuellen Dingen und Ereignissen loswerden oder einfach nur (in Wort und Bild), was mich gerade so umtreibt. Das ist aber durchaus als Diskussionsgrundlage gedacht – d.h. ich wäre glücklich, wenn der Eine oder die Andere mich wissen ließe, was er/sie davon hält. Die Veränderung beginnt im Kopf – und sucht sich dann hoffentlich einen Weg nach draußen!!!

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Juni 2009

Playing For Change ist eine der besten Ideen überhaupt, wie man miteinander musizieren kann und das im besten Sinne global. So viel Spaß kann es machen, wenn man nach den Dingen sucht, die uns verbinden ... und nicht nach denen die uns trennen ....

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Juni 2009

... dann doch mal wieder ...

Dieses Video hat mich sehr beeindruckt. Und dem ist auch eigentlich nichts hinzuzufügen. Den Link bekam ich netterweise von meiner lieben Bekannten Naomi Isaacs.

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Mai 2004

Ich höre den Soundtrack schon seit fast einem Jahr immer wieder – kürzlich kam der Film endlich in unsere Kinos: LONG WALK HOME, Regie: Phillip Noyce, Musik: Peter Gabriel! Jetzt gibt es ihn auch auf DVD. Die (wahre) Geschichte von drei Aborigine-Mädchen, die in den 30er Jahren zusammen mit ca. 100 000 anderen von der australischen Regierung verschleppt wurden – zur Umerziehung – und deren Flucht quer über den australischen Kontinent. Zum umfangreichen Bonusmaterial gehört auch eine Ansprache der Autorin des dem Film zu Grunde liegenden Buches, die sich nicht nur für die Rechte der Ureinwohner Australiens einsetzt, sondern – zusammen mit der Organisation Survival – für die Rechte sehr vieler »Tribes« kämpft. Ein beeindruckender Film, eine beeindruckende Frau und eine beeindruckende Organisation.

»Die Welt bietet genug zur Befriedigung unser aller Bedürfnisse – nicht aber zur Befriedigung unser aller Gier!« (Mahatma Gandhi)

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Mai 2004

Peter Smolka ist seit Jahren mit dem Fahrrad quer durch die Welt unterwegs (und sammelt dabei Spendengeld pro geradeltem Kilometer!). Zur Zeit berichtet er auf seiner außergewöhnlichen Webseite über einen schnell vergessenen Kriegsschauplatz.

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August 2003

Nachdem der Irakkrieg »vorbei« ist, sich die globale Entrüstung ein wenig gelegt hat und Wirtschaftswachstum und VW-Käfer jetzt doch wieder wichtiger sind als Willkür, Not und Hunger, nutzt man dies offensichtlich seitens der amerikanischen Regierung, um ganz nebenbei die Errungenschaften der letzten 200 Jahre abzuschaffen.

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Mai 2003

All den Meldungen, Stellungnahmen und medial ausgetragenen Sandkastenstreitereien, die uns alle immer mehr aufregen, dabei verwirren – und letztlich doch ermüden, kann man eigentlich nur eine Aussage entgegen stellen, die aktueller nicht sein könnte:

»Man kann nur hoffen, dass Europa irgendwann zu seiner ursprünglichen Rolle zurückfindet und wieder dafür sorgt, dass eine philosophische Dimension in die politische Diskussion und in die Vorstellungen, die unsere Welt prägen, Eingang findet … Die ausschließliche Diesseitigkeit, die den Menschen von seinen metaphysischen Quellen abschneidet, der totale Positivismus, der sich nur mit der Oberfläche der Dinge beschäftigt und jede Tiefendimension vergessen lässt, kann als einzige Sinngebung auf die Dauer nicht befriedigen.«

Marion Gräfin Dönhoff, 1999

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Ein abschließendes Statement vor dem großen Knall …

Viele interessante Meinungen und Links gibt es bei meiner lieben Freundin Valerie McCleary. Da Valli gute Kontakte in die USA hat, findet sie auch Zugang zu Meinungen in der amerikanischen Bevölkerung, die uns nicht oder nur schwer erreichen.

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… ich glaube, ein bisschen Zynismus schadet jetzt auch nicht …

… ein vielleicht letzter Aufruf …

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Ein paar Gedanken zur UNO und ein Ausblick in die Zukunft …

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März 2003

Schön, dass es zu den hier aufgeführten ANSICHTEN doch die eine oder andere Reaktion gibt, sei es per eMail oder verbal. Es scheint keine Vorbehalte gegen die Verbreitung von kritischem oder nachdenklichem Gedankengut zu geben – im Gegenteil. Allerdings schimmert doch allenthalben die Frage durch, was ich denn glaube, bewirken zu können, bzw. ob denn die Bemühungen (auch bei einer wachsenden Zahl von Menschen in aller Welt), einen Krieg zu verhindern, nicht müßig seien. Angesichts der immer deutlicher zu Tage tretenden Fakten eine berechtigte Überlegung:

Nur ein interessantes Detail nebenbei …

Auf der Suche nach dem »Warum …?«

Ich bin aber der festen Überzeugung, dass in dieser Krise – USA im Alleingang wer weiß wo hin, Zerwürfnisse in der gerade erst richtig entstehenden EU, Spaltung der NATO – für uns alle eine Chance besteht.
Zum Einen werden wir erkennen, wie weit es mit einem gemeinsamen Europa wirklich her ist bzw. wieviel Einigkeit denn überhaupt möglich und nötig ist.
Zum Anderen führt die momentane Situation dazu, dass viel mehr Menschen sich Gedanken machen über die Vorgänge und Zusammenhänge – nicht nur in ihrem Vorgarten, sondern weit über den Tellerrand hinaus – und wahrnehmen, dass uns sehr viel mehr etwas angeht, als wir glauben. Dass die Zeit von »Brot und Spiele« jetzt vorbei ist und dass es an uns ist, etwas zu tun.

Der Anfang dazu liegt in und bei uns selbst. Wir HABEN die Macht, unser Bewusstsein täglich neu zu schärfen, wir HABEN die Fähigkeit, Ursachen und Wirkungen zu erkennen, die Interessen und Motivationen derjenigen zu erkennen, die vermeintlich unser Schicksal lenken. Und es ist an uns, nicht zu resignieren, uns nicht von der ständig neu geschürten Angst lähmen zu lassen, sondern den Gegenentwurf zu leben, das Positive, das Konstruktive, die Verantwortung dafür, auf dieser Welt als Mensch zu leben, nach außen zu tragen.
Und was immer in den nächsten Monaten auch passieren wird, wir KÖNNEN etwas tun!

»… Und trotzdem … viele von uns werden sie kennen, jene dunklen Momente der Hoffnungslosigkeit und der Verzweiflung. Wir wissen nur all zu gut: unter dem sich vergrößernden Schutzdach des ›Kriegs gegen den Terror‹ sind die Männer in den feinen Anzügen emsig bei der Arbeit. Bomben regnen auf uns nieder, Cruise Missiles schwirren über das Firmament, aber gleichzeitig werden Verträge unterzeichnet, Patente angemeldet, Öl-Pipelines verlegt, natürliche Ressourcen geplündert, Wasser privatisiert, ist George Bush dabei, einen Krieg gegen den Irak zu planen. Wenn wir diesen Konflikt als einen direkten Auge-in-Auge-Kampf zwischen dem ›Empire‹ und denjenigen von uns, die dem ›Empire‹ Paroli bieten, begreifen, wird es den Anschein haben, als würden wir verlieren.
Aber man kann die Sache auch anders betrachten. Wir hier – wir alle, die wir hier versammelt sind –, belagern das ›Empire‹, jeder auf seine eigene Weise. Wir haben es nicht geschafft, das ›Empire‹ zu stoppen – noch nicht – aber wir haben es bloßgestellt. Wir haben es gezwungen, seine Maske fallen zu lassen. Wir haben es ins Offene gezerrt. Nun muss es sich auf der Weltbühne in seiner ganzen unsäglichen, brutalen Nacktheit präsentieren. Natürlich kann das ›Empire‹ nach wie vor Kriege starten – aber es ist bloßgestellt und so häßlich, dass es seinen eigenen Anblick nicht erträgt, …«

Arundhati Roy in ihrer Rede »Das Empire konfrontieren« auf dem Weltsozialforum in Porto Alegre, ZNet 28.01.2003

Die komplette Rede von Arundhati Roy (und einige andere) im Internationalen deutschsprachigen Rundbrief der ATTAC-Bewegung vom 16. Januar 2003: Sand im Getriebe 17 (pdf)

Das englische Original der Rede von Arundhati Roy: How to Confront Empire

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Februar 2003

Die Sendung mit dem Bush – Ganz lustig, aber leider wahr …

Nepalhilfe – Ein rühriger Verein in Beilngries, der wirklich was auf die Beine stellt …

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September 2002

ES TUT GUT UND MACHT HOFFEN, AUCH SOLCHE STIMMEN AUS AMERIKA ZU HÖREN: Not In Our Name

Eine Linkempfehlung für alle, die mal wissen wollen, wo sie eigentlich ökonomisch/ökologisch so stehen und ob unser Planet ihren Ansprüchen gewachsen ist: WWF Footprint

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Juni 2002

Da ja schließlich nicht nur meine eigenen Ansichten wissenswert und interessant sind, hier ein paar LINKS mit den etwas anderen Ansichten:

  • Das Alois-Kattenhoefer-Institut geht mit gutem Beispiel im Kampf gegen den internationalen Terrorismus voran.
  • Wer sich kein »Brimiäre« leisten kann/will, der schaue da mal rein.
  • Neues und Bedenkenswertes zum Thema USA.
  • Und schließlich eine Adresse für alle, die Globalisierung nicht rundweg verteufeln, sondern an eine Alternative glauben.

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März 2002

Was tun? – Was tun!

Ein Zustand ist eingetreten, der sicher Vielen vertraut ist. Du schaust in die Zeitung, in den Fernseher, hörst Radio – und denkst Dir irgendwann: »… ja sind denn die alle wahnsinnig, oder was?« Ich für mich bin jetzt so weit, dass ich IRGENDETWAS machen MUSS, sonst platz ich. Ich könnte mich nackig auf die Autobahn stellen, den Hintern als Plakat oder sowas, aber ich glaube die Zeit, wo solche Geschichten noch jemanden hinterm Ofen/Fernseher/Computer/Snowboard/Wer-wird-Millionär-Quiz-Spiel hervorholt, ist lange schon vorbei.

Also habe ich überlegt, was ich unter Berücksichtigung aller realpolitischen Wenn-und-Abers, unter Aufbietung der größtmöglichen Diplomatie zu sagen habe, das Ganze in ein Pamphlet gefasst, und schicke dies nun auf die Reise.

Meine Bitte:
Jeder der glaubt, diesen »Aufruf« unterschreiben zu können, soll bitte den unten stehenden Text kopieren, die folgenden Internet-Adressen anwählen, Personalien eintragen, Text einsetzen – abschicken.

www.bundeskanzler.de/E-Mail-an-den-Kanzler-.7727.htm
www.auswaertiges-amt.de/www/de/kontakt_pr_html

Außerdem sollte das ganze Schreiben an möglichst viele Freunde und Bekannte weitergeleitet werden. Ich war zwar nie ein Freund der Kettenbriefe, glaube aber in meiner jugendlichen Naivität tatsächlich, dass eine entsprechende Menge dieser eMails wenigstens ein Signal sein kann. Lieber ein Signal zuviel als eins zu wenig.

Also versuchen wir’s:

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
sehr geehrter Herr Außenminister,
sehr geehrte Damen und Herren des Kabinetts,

Es Ist Zeit Zu Handeln!

Ich bin ein Bürger dieses Landes und weiß mir nicht anders zu helfen, als auf diese Weise meine Stimme zu erheben.

Die Geschehnisse des 11.09.2001 waren in ihrer Art, Dimension und Auswirkung neu und unerhört erschreckend. Um darauf überhaupt und – sofern denn möglich – angemessen zu reagieren, mussten Fragen gestellt und beantwortet werden, die bis dahin eher außerhalb des Denkbaren und Möglichen lagen. Obwohl ich selbst mir vielleicht eine andere Reaktion gewünscht hätte, ziehe ich in Betracht, nicht alle Fakten und politischen Notwendigkeiten, nicht alle militärstrategischen und diplomatischen Gegebenheiten gekannt zu haben und setze zudem voraus, dass Sie sich ihre Entscheidungen bezüglich der Unterstützung der USA beim »Krieg gegen den Terror« sicher nicht leicht gemacht haben.

Dennoch ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem eine andere europäische
Grundhaltung nicht nur wünschenswert sondern absolut notwendig wird!

Ich bitte Sie, ich fordere Sie auf, zusammen mit Ihren europäischen Kollegen ALLES in Ihrer Macht stehende zu tun, um der amerikanischen Regierung und dem amerikanischen Volk zu vermitteln, dass ein (offenbar immer wahrscheinlicher werdender) weiterführender Militäreinsatz – womöglich als amerikanischer Alleingang – das Maß dessen, was die Völker in aller Welt (nicht nur die regional betroffenen) bereit sind, der trauernden amerikanischen Nation zuzugestehen, weit überspannt!

Es darf am nah- bis fernöstlichen Pulverfass nicht weiter herumgezündelt werden, auch nicht verbal.

Es darf nicht weiter in derart globalen Fragen (wie einem internationalen »Krieg gegen den Terror«) an der UNO vorbeientschieden werden.

Es darf – gerade in Europa – nicht lauter schüchterne Beobachter und willfährige Bundesgenossen geben.

Beziehen Sie Stellung! Greifen Sie ein! Die Welt im neuen Jahrtausend bewegt sich mit nie gekannter Globalisierungs-Dynamik dem unkontrollierbaren Flächenbrand entgegen!

Wann sonst, wenn nicht jetzt, ist es Zeit zu handeln?

Viele Grüße
Martin Kälberer