Persönliches

Geboren am 07.08.1967
1972 erstmals Gitarren- und Mandolinenunterricht
ab 1973 Klavierunterricht
1985/86 Klavierstudium an der Jazzabteilung der Musikhochschule in Graz
1987/88 Zivildienst
seit 1989 freischaffender Musiker

dancing on a bridge

Nachdem ich – durch meine Familie und meine Klavierlehrer – sehr viel Kontakt zu klassischer Musik hatte, begann ich mit circa 10 Jahren andere musikalische Welten zu entdecken. Ein Schlüsselerlebnis war die Fernsehübertragung eines Konzertes von Chick Corea und Herbie Hancock, das mich bis heute begeistert und das damals in meiner Gefühls- und Gedankenwelt gleichsam ein Tor aufgestoßen hat. Mit der Erforschung der improvisierten Musik, der Suche nach Freiheit im Experimentieren mit Klängen, Melodien und Rhythmen, begann sich auch langsam ein Bild von meinem Leben zu formen. Im Zusammenspiel mit anderen Musikern in vielen Bands der verschiedensten Stilrichtungen habe ich im Laufe der Zeit erlebt, dass es Freiheit als absoluten Zustand nicht gibt – sie existiert nur im Verhältnis zu bestimmten Gegebenheiten, etwa dem Spiel der anderen Musiker in einer Band. Waches Zuhören und aufeinander Reagieren ist die Voraussetzung für gemeinsam erlebte Improvisation und spannungsvolle Musik.

Nach längeren Phasen der Beschäftigung mit traditionellem Jazz, Rock, Funk & Soul, Modern Jazz, Fusion, lateinamerikanischer Musik und insbesondere brasilianischer Musik wurde irgendwann die Suche nach den eigenen Wurzeln, der eigenen Tradition immer wichtiger. Diese bot sich mir aber nie in einer lebendigen und damit zeitgenössischen Form dar, die ich hätte für mich entdecken können.

Inzwischen glaube ich, dass die große Chance für jemand wie mich in diesem unglaublich traditionsreichen mitteleuropäischen Kulturkreis darin besteht, alle durch Globalisierung und Ethno-Boom für uns bekannt und greifbar gewordenen Formen fremdländischer Musik- und Gedankenwelten mit Respekt und Demut, aber nicht ohne Mut und Willen zur wirklichen Auseinandersetzung zu ergründen und zu nutzen, um in Verbindung mit unserem eigenen Verständnis für Form, Struktur und Ästhetik eine grenz- und kulturübergreifende Darstellung der menschlichen Seele zu finden.