Zitate


»Ein Künstler darf nicht in den Alltag hineinleben, ohne gesprochen zu haben. Wenn meine Musik in letzter Zeit oft Bekenntnismusik genannt wurde, so sehe ich darin nur eine Bestätigung meiner Absicht. Es kam mir darauf an, meine auf Humanität hinzielende Lebensauffassung einem künstlerischen Organismus mitzuteilen.«
Karl Amadeus Hartmann

»Da aber der Künstler, der seine Kunst prostituiert, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, auf jeden Fall aufhört, wahrer Künstler zu sein, ist es besser – so unangenehm auch eine solche Alternative sein mag – zeitweise auf seine Kunst zu verzichten, in der Hoffnung, sie später, ohne dass sie Schaden genommen hat, wieder aufzunehmen, als seine künstlerische Unantastbarkeit für immer zu verlieren. Denn die Kunst verzeiht nie. […] Nie löst der Krieg auch nur ein einziges geistiges Problem, er ist für alle, die etwas Ernsthaftes betreiben, nichts als eine stumpfsinnige oder unheilvolle Unterbrechung. Es versteht sich von selbst, dass jeder Mensch, der nicht gerade eine Ausgeburt von Egoismus ist, zutiefst darunter leidet, der Künstler mindestens ebensosehr wie die anderen. Da aber die Funktion der Kunst eben darin besteht, das Chaos zu bannen, ist ein Werk nur in dem Maße gerechtfertigt, als seine Zielsetzung jenseits aller Kriege oder allen individuellen oder kollektiven Missgeschickes liegt.«
Wolfgang Paalen in einem Interview 1944
 
»This will be our response to violence: to make music more intensely, more beautifully, more devotedly than ever before.«
Leonard Bernstein
 
» … [Die Aufgabe eines Musikers besteht] darin, das Unverständliche zu verstehen. Musik zivilisiert; Musik macht wachsam; Musik weckt die Phantasie. Sie tröstet dich, wenn du traurig bist, sie bringt dich zum Lachen, wenn du dir Sorgen machst, und sie macht deinen Kopf klar, wenn alles drunter und drüber geht. Wer Musik macht, lernt, nicht zu hassen. Wer Musik macht, lernt zu sehen, zuzuhören und zu denken. Ich glaube an das Denken – auch wenn diese Beschäftigung nicht zu den Dingen gehört, nach denen unsere Gesellschaft in jungen Menschen ein Verlangen wachruft.«
Isaac Stern
 
» … kannst du nicht allen gefallen durch deine that und dein kunstwerk … mach es wenigen recht … vielen gefallen ist schlimm.«
Friedrich Schiller
 
» … ich nehme immer gern ein Musikinstrument mit aus einem Land. Nur manche sind zu schwer, darum besuche ich in jedem Land eine Kochschule und lerne kochen. Das ist besser – einfach und praktisch und billiger. […] Ein Kochrezept ist praktisch; es ist gut für mein Leben. Leute einladen und kochen – das ist kreativ. Wie Musik.«
Damo Suzuki
 
»Have you seen the horizon lately?«
Yoko Ono
 
»Jeder sollte so leben, dass durch ihn die Welt ein bisschen besser wird.«
Mr. Hobbs, der Gemischtwarenhändler in Der kleine Lord
 
»Zuerst ist es schön … und dann ist es vorbei.«
Tscharli in Münchner Geschichten
 
»Aah, Musik! Ein Zauber, der alles in den Schatten stellt, was wir hier treiben.«
Albus Dumbledore in »Harry Potter & der Stein der Weisen«
 
» … wenn einer das Wort Kultur ausspricht, denkt er sofort an die wichtigsten Dinge, die der Mensch verwirklicht hat und verwechselt auf diese Weise Kultur und Fortschritt. Die wahre Kultur aber […] ist mehr als das, sie bedeutet die Präsenz des menschlichen Geistes in den Dingen.«
Saverio (Gennarino Auriemma) in Also sprach Bellavista
 
»Ich finde nicht, dass mein Name da draußen ganz groß stehen muß und ich eine Platte nach der anderen herausbringen muß. Tatsache ist, dass es sowieso schon viel zu viele Platten gibt.«
Lyle Mays
 
» … Bedenke man allein doch die Wechselwirkung, kraft welcher der Zustand einer Gesellschaft sein Spiegelbild hat in dem ihrer Kunst. All die abstruse Cubistik, all das platt Brutale, hohnerfüllt, neiderfüllt, rechthaberisch lärmend, dieser Scherbenberg eines blindwütigen Polterabends, all das wird später, zusammengefegt, als bestauntes Relictum den Winkel unserer Museen zieren – später, wenn die Manifeste verklungen sind, ihre Commentatoren im Grabe modern und niemand hinfürder aus zerbrochenem Porcellan Offenbarungen schlürft. Kopfschüttelnd wird man vorüberwandeln, sich in den Central-Räumen Erholung zu schaffen, bei den gekonnten, sublimeren Dingen, den Rubens, den Tiepolo, den Velázquez und Guardi …«
Wolf von Niebelschütz – Der Blaue Kammerherr
 
»Kunst und Kultur sind ein Spiegelbild der herrschenden Zustände. Aber ich bin der Meinung, der Künstler darf nicht nur Reporter des Grauens sein, sondern er muß Auswege suchen.«
Friedensreich Hundertwasser
 
»Unter den Vermittlern von Liebe und Frieden kann es sicherlich keine Stimme geben, die süßer, weicher und wirksamer wäre als sanfte, Frieden atmende Musik.«
Elihu Burritt